WICHTIGER HINWEIS: Bitte beachten Sie beim Lesen dieses nachfolgenden Arbeitsbeispieles, dass es sich um eine Dokumentation eines für Sie fremden Menschen handelt. Dies bedeutet, dass Sie den Text mit all seinen Inhalten nicht bis zur Gänze begreifen, nachvollziehen oder gar so erleben können, wie der anonymisierte Klient es für sich selbst – als sein Erstgespräch/seine Identifikatikon/seine Separation – in der Tiefe erfahren hat. Die Arbeitsbeispiele sollen Ihnen einen ersten Eindruck über die Dichte der Inhalte verschaffen. Bedenken Sie bitte, dass ich während der Identifikationen nicht an grammatikalische oder stilistische Regeln der deutschen Rechtschreibung denken kann, da es sich um energetische Informationen außerhalb von Zeit und Raum handelt, die schnell "transportiert" werden müssen. So kommt es u. U. zu „Satzverschachtelungen“ oder langen Sätzen. Diese werden mit dem Klienten ausführlich geklärt und optimal analysiert. Klärungen von Beziehungen jeder Art können in der Arbeit durch den Ratsuchenden alleine durchgeführt werden, da die Identifikation mit dem Gegenüber des Klienten – beispielsweise Ehemann oder Kind – über die Energiekörper der Person gehen und diese als Informationsquellen außerhalb von Zeit und Raum existieren. Es werden generell nur beziehungs- und klärungsrelevante Informationen über die Seele freigegeben, die für den Ratsuchenden sinnvoll sind.

Erstgespräch Arzt, 58 Jahre

Identifikation

(mit Zwischengespräch Marija-Klient):

„Ich bin jetzt Mann, Arzt, und es ist so, ich habe das Gefühl, ich könnte jederzeit rückwärts fallen. Und es ist so, dass ich nicht weiß, ob dieses Gefühl 'Ich könnte jederzeit rückwärts fallen', ein Gefühl ist, was mir von außen gegeben wird, oder ein Gefühl ist, was man sozusagen in mich hinein getragen hat. Und es kann auch sein, und das macht mich jetzt sehr traurig, dass ich das Gefühl habe, am Ende einer Sache, besonders zwischenmenschlich, habe ich das Gefühl, dass ich rückwärts fallen könnte.

Und ich habe sehr große, sehr starke, sehr manifeste Kontrollmechanismen, denn wenn ich diese nicht hätte, wäre ich ja schon lange umgefallen. Es ist so, dass ich das Gefühl 'Ich könnte jederzeit rückwärts fallen', nicht bestehen, dem Leben nicht mehr begegnen, oder das Leben meistern, verwechsele gegenüber dem Gefühl 'Ich müsste mich mal dringend fallen lassen'. Und ich werde sehr traurig, weil dieses Gefühl zu haben 'Ich müsste mich dringend fallen lassen', bringt mich sozusagen an die Grenze der Möglichkeit, Heilung oder Gesundung zu erfahren.

Denn mein System, mein körperliches, mein geistiges, mein emotionales System, ist, und das klingt jetzt sehr hart, komplett ausgelaugt. Dieses Gefühl, und das macht mich sehr traurig, ausgelaugt zu sein, ist ein Gefühl, dass ich ebenfalls nicht wirklich wahrnehmen möchte. Und auch hier trete ich in einem Unmaß von Kontrolle und Disziplin gegen mich an. Und ich habe nicht bemerkt, dass ich dabei immer mehr dabei bin, das natürliche Leben, das entspannte Leben, das gelassene Leben, das warme Leben, verliere oder verlasse. Und ich komme mir nicht mal vor wie ein ABC Schütze, ich komme mir eher vor, wie ein Kindergarten Kind, weil ich im Moment gar nicht weiß, welche Dimension damit gemeint ist, im Sinne von was ich alles loslassen muss, und was am Ende in meinem Leben, im Sinne einer gesunden Lebensform, integrieren zu müssen. Ich muss ehrlich sagen, dieses Gefühl 'Loslassen, um integrieren zu können', überfordert mich ein Stück. Und gleichzeitig weiß ich, dass es so nicht weiter geht. Und dass ich diesem Druck, dieser Kurzatmigkeit meiner Seele nicht mehr lange Stand halten kann.“

Marija (M): Was kannst Du dazu sagen?


Klient (K): Es ist ein 100%iger Treffer. Die Sache mit der Disziplin und der Kontrolle, das ist genau so. Es laugt mich total aus und es macht mich fertig und ich muss alle Kraft zusammen nehmen, um so weiter zu gehen, wie ich das bisher gemacht hab. Es ist auch so, dass ich erkenne, dass ich andere Wege gehen muss, weil ich spüre, dass ich das niemals noch lange so machen kann, weil ich weiß nicht, ob die Kraft dazu reicht. Und ich kenne eben nur Disziplin und hart ran gehen und hart sein gegen mich selber, wie gesagt das Leben, das weiche, das warme Leben, das weiche Leben ansatzweise zu spüren, das ist überhaupt nicht da. Also ich hab lange Zeit dagegen gekämpft gegen das Gefühl, wenn ich mal einen Nachmittag lang Samstags zu Hause war und hab mir erlaubt mich hinzusetzen und Zeitung zu lesen, das hab ich also ganz schnell abgehakt, weil ich das Gefühl hatte 'Du bist faul, Du müsstest jetzt was arbeiten, Du kannst Dich nicht jetzt hier am hellen Nachmittag hinsetzen und Zeitung lesen', oder irgendwas machen, was mir Spaß macht. Du bist bestimmt zu arbeiten, Du musst für Deine Familie sorgen, es ist Sünde faul zu sein, das war für mich faul. Du brauchst Dich nicht zu erholen, Du bist stark genug, Du bist wach, Du hast kein Anrecht darauf Dich jetzt mal hängen zu lassen, Dich auszuruhen, Dich zu erholen. Und das hat so lange gebraucht, bis ich das mal einigermaßen im Griff hatte.


M: Aber auch das hast Du im Griff. Auch das hast Du im Griff. Und es ist allerhöchste Eisenbahn, dass Du was tust, weil dieses Gefühl, dass Du seelisch, körperlich und geistig ausgehöhlt bist, das ist ein, also ein energieloses System, das heißt Du verzehrst Dich eigentlich nur, Du bist nur noch auf 'Verzehren' aber nicht mehr auf 'Empfangen', wobei sowieso die Frage ist, ob Du jemals auf Empfangen warst. Weil Empfangen ist ja nicht das, woher Du kommst. Du kommst ja nicht aus der Kultur des Empfangens, sonst hättest Du ja nicht das Problem und das Missverständnis, ich kann mich fallen lassen, weil wenn ich mich fallen lasse, werde ich auf jeden Fall was empfangen. Und weißt Du, das bedeutet einfach auch, Du hast, wenn ich es ganz krass sage, Du hast eigentlich nur Vertrauen in Deine Disziplin und in Deine Kontrolle, aber Du hast kein Vertrauen in etwas anderes.


K: Ich weiß, ich vertrau mir selber, sonst niemandem.


M: Und das bedeutet, es geht ja hier darum, das hab ich ja eben in Deiner Identität gesagt, um Loslassen um zu integrieren. Das ist für Dich der schwerste Gang, den Du tust, weil Du hast das Gefühl, Du lieferst Dich aus und es passiert nichts, und es war umsonst.


K: Ja genau, oder noch schlimmer, ich nehme Schaden. ?

M: Ja, aber das Blöde ist, genau das lebst Du in Deiner Disziplin und Kontrolle. Denn Du lebst letztendlich mit Deiner Angst gegen das Loslassen und Fallenlassen, genau das aus, in der negativen Projektion, was Du glaubst zu erleben, wenn Du Dich fallen lässt. Du verlierst, Du bist ja jetzt auch Verlierer, Du verlierst Dich selbst, Du verlierst Deine Energie, ich weiß gar nicht, wie viel Kraft Du noch hast. Du hast nicht mehr viel Kraft. Das heißt nicht, dass Du nicht männlich bist.


K: Ich verstehe, was Du meinst, aber das ist genau der Trugschluss. Ich hab, wenn ich zurück gucke und sehe, was ich alles so gemacht hab, ich muss mich über mich selber wundern, dass ich so viel Kraft aufgebracht hab, so viel Energie aufgebracht hab. Alle anderen mitziehen und meine eigenen Sachen machen und noch Energie übrig haben, um den ganzen Apparat neben mir mit zuziehen, um dann so völlig unsinnige Sachen, wie ich das im Nachhinein empfinde, voranzutreiben, voranzuschleppen. Also ich glaub schon, dass ich noch ein bischen Kraft hab, dass ich auch das durchstehen werde, oder was jetzt auf mich zu kommt. Also ich merke aber, dass der nächste Burn-Out an die Tür geklopft hat, denn ich hab zum Beispiel Dinge, die schon seit zwei Monaten da liegen, ich habs einfach nicht geschafft.


M: Also es ist so, Du musst, oder darfst Dir vorstellen, wenn Du jetzt sagst, Ok, ich bin bereit los zulassen, dass Du in inneren Stress gerätst. Und zwar in den inneren Stress, den Du eigentlich die ganze Zeit in Dir trägst, der unerlöst ist, deshalb machst Du Dir ja Stress im Außen. Nämlich den Stress, diese Angst sich fallen zu lassen, aber fallen gelassen zu werden, die auszuhalten. Und sich in sich selbst fallen lassen und aufgefangen werden, das ist jetzt die neue Erfahrung, die ansteht. Und das würde auch ganz bestimmt so sein, wenn Du jetzt mit mir arbeitest. Aber es würde an Dir erst mal nagen. Du würdest sicher auch Phasen haben, wo Du vielleicht nicht glaubst, dass ich das tragen kann oder was auch immer. Verstehst Du, Du würdest auch in Zweifel geraten, das wäre ganz normal.


K: Ich hab keine Angst davor.


M: Ich will Dir das nur sagen, weil ich das wahrnehme. Also ich weiß nicht, nimmst Du denn irgendwelche Vitamin-Präparate oder sowas? Kannst Du sowas machen? Mach das bitte, das ist wichtig jetzt für Dich, Dein Körper braucht wenigstens diese Art Energie. Ich möchte Dich auf jeden Fall bitten, was für Deinen Körper zu tun auf der Ebene, damit der nicht schlapp macht.


K: Ja, das ist kein Problem.


M: Und dann würde ich mich gerne nochmal mit Dir identifizieren und bitte Dich mir nochmal zu erlauben, in Dich hinein zu fühlen.


„Ich bin jetzt Mann, Arzt, und ich stehe in meiner, es klingt jetzt sehr komisch, es klingt wirklich sehr komisch was ich sage, ich stehe in meiner ausgehöhlten Identität. Und diese ausgehöhlte Identität, und das macht mich super traurig, ist sozusagen eine, also dieses Gefühl 'Ich stehe in meiner ausgehöhlten Identität' ist ein Klassifizierungs-Implantat meiner Herkunft, meiner Eltern. Denn dieses Ausgehöhlte, diese ausgehöhlte Identität, das heißt, in mir ist nichts, ist sozusagen der Versuch meiner Herkunft, mich unbedeutend zu machen, denn je weniger in mir ist, desto unbedeutender bin ich und wenn gar nichts in mir ist, bin ich sowieso unbedeutend, bedeutungslos, und gleichzeitig ist es aber auch mein Einverständnis, sozusagen in dieser ausgehöhlten Identität zu sein, um es Ihnen einigermaßen recht zu machen, mich zu ertragen.

Sozusagen gibt es dieses Gefühl 'Es ist schon in Ordnung, wenn Ihr mir dieses Implantat des Ausgehöhlt-Seins gegeben habt' und damit habe ich sozusagen nur eine Möglichkeit, nämlich außerhalb meiner Identität, um mich herum, zu wachsen oder zu gedeihen, was aber dazu führt, dass ich sozusagen immer wieder das Gefühl habe, das, was eigentlich innerlich in mir sich vollziehen müsste durch die innere Fülle, die äußere Fülle, oder Überreizung zu veranstalten. Das heißt, alles, was ich im Außen tue, praktiziere, manifestiere ist mehr oder weniger eine Ablenkung, weil dieses Gefühl 'Am Ende bleibt aus mir heraus, oder von mir selbst nur die ausgehöhlte Identität', ist eine Vernichtung, ist keine Verletzung, ist eine Vernichtung. Gut, meine Eltern haben mich jetzt nicht vernichtet, aber Sie haben mich mit dieser Identität doch vernichtet.

Ja eigentlich, im Grunde muss ich sagen, fühle ich mich ja vernichtet, aber dieses Gefühl, dass ich mich vernichtet fühle, hat mich dazu veranlasst, zu produzieren. Und das genau ist diese extreme Polarität, in der ich lebe, dass ich glaube, dass Produzieren, das Produzieren, das Produzieren lenkt mich ab von der ausgehöhlten Identität, von dem Gefühl 'Eigentlich bin ich eh vernichtet', und wenn ich so weiter lebe, ist es auch so, dass es mich vernichtet.

Und ich habe, während ich hier stehe, wieder das Gefühl des Kindergarten Kindes, weil was gehört denn alles in meine Identität rein? Ich meine, wenn ich so ausgehöhlt bin, ich kann Häuser bauen und kann Flugzeuge fliegen, aber was rein muss in mich, das weiß ich nicht. Und das Schlimme ist, meine Eltern wussten es auch nicht. Das Schlimme ist, dass es keiner weiß, was in mich hinein gehört, in mich als letztendlich ausgehöhlte Identität, und wenn ich davon ausgehe, dass es keiner weiß, gibt es auch keine Rettung für mich. Dann produziere ich halt, bis zum Ende. Dann hab ich wenigstens was produziert, bis zum Ende. Wohlwissend, dass ich weiß, dass ich mich nicht gelebt habe. Und ich habe die große Frage in mir, dort die Entscheidung zu treffen: Will ich mich wirklich leben? Ich geh mal aus der Identität.“

K: Tja, das ist schon bitter.


M: Kannst Du das nachempfinden?


K: Das ist genau so. Meine Eltern konnten mich überhaupt nicht füllen. Meine Eltern, vor allem mein Vater, also eigentlich nur mein Vater, der hat mich gefüllt mit, mit, der hat mich überhaupt nicht gefüllt.


M: Der hat Dich vernichtet. Dein Vater hat Dich vernichtet.


K: Ich hab mir alles abgeguckt, also alle irgendwelche Fähigkeiten, die ich hab, die hab ich mir abgeguckt. Mir brauchte niemand was zu erzählen oder was zu zeigen, es hat mir keiner was gezeigt. Ich hab's mir nur abgeguckt und hab's gemacht. Also es hat mich niemand mit irgendwas gefüllt. Meine Mutter schon gar nicht, meine Mutter hat mich ja nie mit Liebe oder mit Mitgefühl gefüllt, da hatte ich eher das Gefühl, dass Sie mich abweist, weil die hatte immer irgendwas anderes zu tun. Viele Kinder, völlig überfordert mit der Situation. Die hat es auch nicht geschafft, sich vor mich zu stellen, wenn mein Vater mich immer wieder verprügelt hat. Ich hab das Gefühl, er hat mir die Seele aus dem Leib geprügelt.


M: Er hat Dich vernichtet. Er hat Dich vernichtet. Es ist das Gefühl, was Du ganz ehrlich in Dir letztendlich aussprichst. Du sagst, Du bist ja diese ausgehöhlte Identität, aber letztendlich ist es die vernichtete.


K: Aber Du hast zum Schluss gesagt, ich weiß nicht, ob ich mich überhaupt leben soll. Die Frage hab ich sofort und eindeutig mit JA beantwortet, ich will mich leben.


M: Das sagst Du auf der Bewusstseinsebene. Wir dürfen die Seele nicht, verstehst Du ich versuche, was Deine Seele zum Ausdruck bringt, oder was ich durch diese Identifizierung zum Ausdruck bringe, ist: Deine Seele ist schon depressiv.


K: Jetzt erzähl mir mal, was fühlst Du denn, wenn Du Dich in mich versetzt, das muss doch so sein, dass Du Dir sagst, das lohnt sich doch alles gar nicht, ist doch eh gelaufen...


M: Nein, nein, nein, das hab ich doch gar nicht gesagt.


K: Nein, ich will wissen, was Du fühlst.


M: Ich fühle, dass Deine Seele kurz davor ist, zu resignieren. Ich fühle, dass deine Seele a) nicht weiß, wie sie sich leben soll, sie steht auf dem Schlauch, wie ein Kindergarten Kind, ich fühle, dass Deine Seele nicht weiß, ob sie das Recht hat, sich zu regenerieren und zu leben, und ich fühle, dass Deine Seele sich vor allem die Frage stellt: Was kommt denn dann auf mich zu, wenn ich mich lebe? Und das hat nichts mit Kontrolle zu tun und Disziplin. Sich zu leben, heißt, sich von diesen Praktiken zu lösen. Und gleichzeitig ist die Seele identifiziert als ausgehöhlter und vernichteter Körper, und sagt ja, keiner wusste bisher, was in mich hinein gehört. Ich weiß es nicht, und kein anderer weiß es, welche Chance gibt es da? Und diese große Resignation darf man einfach nicht übersehen. Das ist einfach nur der Status Quo von heute. Und das bedeutet auch ich versteh Dich jetzt viel mehr, wenn Du mir eben gesagt hast, ja ich komm mir so komisch vor und vielleicht bin ich da auch so behindert, und Du hast gesagt 'Ich hab von nichts ne Ahnung', verstehst Du ich konnte das eben, auf der Bewusstseinsebene nicht nachvollziehen. Weil Du machst ja, wenn ich mit Dir so spreche, einen reflektierten, gereiften Eindruck. Aber innerlich spüre ich jetzt das, was Du meinst. Du bist nicht mal neu geboren. Und das bedeutet auch, innerhalb der Begleitungen eine ganz besondere Art von Fürsorge, weißt Du. Und es bedeutet einfach auch, dass für Dich auch dieses Durchleben des Schmerzes auch nochmal ansteht. Der Schmerz alles dessen, was Du bisher nicht gelebt hast, aufgrund dieser ausgehöhlten Identität, aufgrund dieses Gefühls, dass Du letztendlich in Dir trägst, 'Vernichtet worden zu sein'. Das sind ganz tiefe Schmerzen in Dir und auch dieses Gefühl 'Gibt es überhaupt Heilung? Ist die überhaupt möglich bei so etwas Tiefem, Gewaltigen, Furchtbaren, was da widerfahren ist?' Und alles, was ich jetzt zusammentrage ist erstmal nur eine Akzeptanz aller Informationen, um auch selbst, als Begleiterin, zu wissen, worauf lasse ich mich ein, wie muss ich damit umgehen, und und und. Ich will Dir ja nichts vormachen. Wenn ich den Weg mit Dir gehe, ist mein Anspruch am Ende: Stehst Du gefüllt da?


K: Es ist ja nicht so, dass ich jetzt meinen Eltern Vorwürfe machen würde, dass es so ist.


M: Aber es ist geschehen.


K: Ja, ich hab nur aber wahrscheinlich selbst nicht das Instrument in der Hand, das zu machen. Also was ich Ihnen vorwerfe, dass Sie so wenig, lieblos, so lieblos mit mir umgegangen sind. Nicht nur mit mir, aber namentlich mit mir und meinen Geschwistern. Aber ich frag mich, ob die überhaupt eine Chance hatten, das anders zu machen.


M: Du, es geht jetzt um Dich, Du darfst jetzt nicht nach Deinen Eltern gucken. Es geht jetzt darum, dass Du Deine Identität aufgibst, also diese ausgehöhlte Identität, und dass Du praktisch alles, was Du im Außen erschaffst, erstmal sein lässt. Weil das ist ja nur für Dich die Flucht, um nicht dieses Gefühl der Entleerung, der Verzehrung, und letztendlich auch dieser Vernichtung zu begegnen. Und ich geh jetzt nochmal in Deine Identität, um zu gucken, was steht jetzt an, was ist das Ziel, um was geht es, wenn Du arbeitest, was ist möglich zu erreichen?


K: Was hast Du denn für ein Gefühl, wie tief kannst Du in mich reingucken, wenn Du das so sagst, Du identifizierst Dich mit mir?


M: Ich kann nur soviel, ich würde jetzt gerne mich erst nochmal mit Dir identifizieren.


K: Ok.


M: Für mich ist es erst mal wichtig den Überblick zu bekommen, wo Du stehst seelisch, damit ich weiß, wo ich Dich auffangen muss und Du auch weißt, wo Du stehst. Ich bitte Dich mir zu erlauben, in Dich hinein zu fühlen.


K: Ja.


„Ich bin jetzt Mann, Arzt, und ich stehe in meiner Identität, ich halte mich an mir selber fest, und ich konnte mich bisher auch nur an mir selber festhalten. Und auf die Idee, dass ich mal einen Rettungsanker habe, bin ich gar nicht gekommen. Und ich habe viele Menschen um mich herum gehabt, oder habe sie, bei denen ich Rettungsanker war oder bin, oder wo ich mich angeboten habe. Und es gibt in mir eine leise Stimme, die einerseits diesen Rettungsanker nicht in Erwägung zieht, weil der nicht wirklich für möglich gehalten wird, und die andere Seite, die das Gefühl hat, 'Einem Rettungsanker muss man eh nicht dankbar sein'.

Und ich spüre, dass ich aus dieser Verkrampfung des Rettungsankers für andere heraus kommen muss, und darf, und dass ich mich öffnen möchte, und ich sage sogar öffnen möchte, die Erfahrung zu machen, gerettet zu werden. Und es ist eine sehr besondere Situation in mir, weil das, was in mir jetzt gerettet werden kann, sind meine Gefühle. Und meine Seele sagt, ich möchte, dass meine Gefühle gerettet werden. Ich möchte, dass meine Liebe gerettet wird. Und ich möchte, dass meine Würde, meine Achtung und mein Selbstwert gerettet wird. Ich möchte, dass mein Herz gerettet wird. Und meine Seele schreit, weil sie schon lange wartet, und weil der Kopf es nicht regeln kann, was ich brauche. Und ich sage: Ich bin fähig zu lieben. Und wenn ich weiß, dass ich fähig bin, zu lieben, weil ich gefüllt bin, dann fängt auch ein neues Leben an, ein neues inneres Leben, und dann wird der Hass und der Zorn und die Dunkelheit verschwinden.

Und ich weiß, dass in einem Jahr mein Leben anders ist, weil ich dann weder Rettungsanker bin, noch Rettungsanker brauche, weil ich meine Gefühle selbst gerettet habe. Und viel zu lange habe ich vielleicht geglaubt, dass andere etwas in mir retten könnten, was die Aufgabe meiner Eltern gewesen ist. Aber ich spüre aufkommende Kraft in mir durch die Idee, ich rette mein Herz und meine Gefühle ohne meine Vorfahren und ohne die, für die ich Rettungsanker bin. Ich bin jetzt müde und fühle mich erschöpft. Das ist das, was ich fühle.“

K: Also mal ganz abgesehen davon, dass ich total verblüfft bin, ich hab auch unterwegs überlegt, wie kann das sein, dass jemand so tief reinguckt, hab überlegt, könnte das wirklich sein, dass man theoretisch sich über eine Person Gedanken macht und so ein Raster so da drüber legt, was für alle passt. Viele Menschen sind auch in dieser Situation, aber das ist so individuell, dass ich mich wirklich mit dem Gedanken auseinander setzen muss, dass Du authentische Dinge wahrnimmst, weil ich hab keine Erklärung, wie das gehen soll, das irritiert mich. Kannst Du das verstehen?


M: Für mich ist das ja was ganz Normales, ich kann das schon verstehen, weil Du kannst mich dadurch auch nicht kontrollieren. Weißt Du, Du machst ja den Versuch, mich einzuordnen, das passt ja zur Disziplin und zur Kontrolle auch, aber das wird bei mir nicht gehen, weil ich weiß es ja auch nicht.


K: Ja, also wenn ich das jetzt garantieren sollte, dann würd ich sagen, ich hab dem nichts hinzuzufügen, bis jetzt. Vielleicht tendenziell über das Ausmaß der Erschöpfung und das Ausmaß der Motivation, was Neues anzufangen. Also ich bin motiviert, es zu tun, ich fühle auch, dass es höchste Eisenbahn wird, wenn es nicht schon 5 Minuten vor 12 ist, was zu tun, sonst müsste ich so weiter machen, wie ich bisher das gemacht hab. Und das ist ein Instrument, von dem ich weiß, dass es wirklich nicht funktioniert, das hab ich ja lange genug gemacht. Aber hätte dann auch ganz stark das Gefühl, dass ich die restlichen Jahre meines Lebens vergeude, dass ich nicht das mache, was ich machen sollte und manchen kann. Und das wär für mich auch ein schlimmes Gefühl, wenn ich dann zum Schluss zurück gucken müsste und sagen müsste: Hey, Du hast die Chance gehabt es anders zu machen, es besser zu machen, Du hast sie nicht genutzt. Das wär für mich schlimm.


M: Aber besser machen heißt ja in diesem Fall, los zulassen und das Ziel ist ja, die Kontrolle aufzugeben. Die Frage ist, bist Du bereit da hinein zu wachsen, dass Du Dich fallen lassen kannst und die Kontrolle aufgibst? Bist Du bereit, Dich einem anderen zu überlassen?


K: Da kommt wieder die Kontrollfrage ganz zu Anfang: Wer ist das, dem ich mich ausliefern soll? Zu wem soll ich mich fallen lassen? Wer ist derjenige, der mich auffängt?


M: Ja, das wäre ja in diesem Rahmen ich.


K: Also wenn Du jetzt sagst, Du sollst Dich fallen lassen, ich steh hier und fang Dich auf. Da hätte ich ein absolut gutes Gefühl, da hätte ich auch keine Bedenken, das zu tun. Das würde ich sofort machen.


M: Ok, das ist ja schon mal eine Bereitschaft. Und Du würdest mir auch zutrauen, dass ich Dich tragen kann, das würdest Du mir schon unterstellen?


K: Ich bin so verblüfft über die Dinge, die gerade geschehen sind, und wenn Du sagst, Du fühlst Dich in der Lage dazu, dann vertraue ich Dir. Also ich kann es nicht fühlen, dass es so ist, aber ich würde Dir vertrauen, und sagen: Ok, die weiß, dass Sie das kann, oder weiß, dass Sie es nicht kann und wird’s mir sagen, wenn Sie es nicht kann, aber Sie kann's, und dann mach ich das. Und wenn ich mir eine Beule dabei hole, dann heißt es Experiment misslingt oder..


M: Ne, es ist kein Experiment.


K: Ja, also das sage ich jetzt so, um das in den richtige Rahmen zu setzen, dann würde ich das auch akzeptieren, weil ich hab keine Angst davor, dass ich eine Beule nehme.


M: Ja, das bist Du ja gewohnt, aber das will ich nicht sein.


K: Und wenn der Akku sowieso leer ist, er kann ja nicht mehr wie leer werden, was hab ich zu verlieren.


M: Erstmal ist es wichtig, dass Du die CD nachher hast, weil aufgrund dessen, dass Du ja kontrolliert bist, dass Du Dich nur auf Dich verlässt, dass Du Dich nur an Dir festhältst, habe ich auch das Gefühl, dass Du die Dinge auch ein Stück weit noch unterschätzt, unterschätzt im Sinne von wie leer Du wirklich bist, wie vernichtet Dein endgültiges Gefühl wirklich ist, usw.


K: Also, umso mehr ich gemerkt hab, wie dramatisch Du die Leere beschrieben hast, da muss ich sagen, das hab ich selbst nicht so wahrgenommen, das stimmt.


M: Und was mir auch wichtig ist, Du musst Dich seelisch erkannt fühlen, weil das für Dich natürlich auch ein Zeichen ist, dass ich Dich in der weiteren Begleitung ebenfalls seelisch erkenne, das ist ja meine Aufgabe. Nur dadurch, dass ich Dich aufgreifen kann seelisch, weiß ich ja auch, wie es Dir geht. Und wenn ich im Prozess merken würde, Du gehst da vielleicht zu leichtfertig drüber hinweg, weil Du es so gewohnt bist, müsste ich Dich tiefer in das Gefühl bringen, weil das ist das Fallenlassen, was ansteht. Und das ist nicht so einfach bei Dir, und das ist auch eine Aufgabe, Dich da hin zu bringen und Dich dahin zu tragen.


K: Ja, weil dieses innere Bestreben die Kontrolle zu haben oder nicht aufzugeben, das ist nur noch dadurch möglich.


M: Und genau das ist aber der Weg, um Dich seelisch zu füllen und seelisch kennen zu lernen.


K: Um ein Bild zu haben: Wenn ich den einen Raum verlasse, will ich eine Idee haben, was finde ich im anderen? So, und ich bin zwar bereit die Tür auf zumachen, rein zugucken, aber wenn ich abwäge und ich hab das Gefühl, in dem Raum ist es besser, dann werde ich nicht in den anderen gehen. Aber die Dramatik, mit der Du das dargestellt hast, die gibt mir schon zu denken. Ich weiß, dass ich was machen muss, das hab ich schon wiederholt festgestellt, und auch hat sich das bestätigt, aber die Dramatik in der Du das beschrieben hast, die ist mir nicht so ganz bewusst.


M: Aber das würde auch erklären, warum Du so stark emotional berührt bist, wenn man auf das Thema kommt.


K: Das hab ich eben auch so, das wollte ich noch sagen, ich hab mich immer gewundert, warum mit mir der Gaul durchgeht, warum das so ist. Ich bin ja eigentlich gar nicht so wehleidig. Aber klar,  das würde erklären, warum ich so reagiere.


M: Auf jeden Fall würde ich Dich annerven.


K: Ich lass mich annerven, damit hab ich kein Problem. Wenn ich weiß, dass jemand behutsam und verantwortungsvoll mit mir umgeht, kannste mir eine Augenbinde anlegen, da gehe ich mit.


M: Wie geht’s Dir denn jetzt?


K: Gut wäre übertrieben, erwartungsvoll. Ja, positiv, ich bin gespannt, hier zu erfahren wie im Einzelnen Du das gedacht hast, also ich würde schon gerne wissen, was jetzt in dies Leere wieder rein soll.


M: Das kriegen wir nur raus durch den Prozess. Weil im Prozess klärt sich überhaupt, was man Dir alles heraus genommen hat, weil es gibt ja auch keine Gunst in Deiner Familie zu Dir, es gibt ja keinen Gönner. Und diese Gunst in Dir muss man auch integrieren. Und dieser Rettungsanker, ja es geht wirklich darum..


K: Du hast völlig Recht gehabt, wenn ich das Gefühl hab, es gibt jemanden, der mir was Gutes tut, dann wird das sofort verbunden mit der Wahrnehmung 'Jetzt musst Du Dein Leben lang dankbar sein', das hat mich schon sehr verblüfft, dass Du das so gesagt hast.


M: Aber Du bist für viele Rettungsanker gewesen.


K: Ja.


M: Und es geht, und das wollte ich sagen, es geht wirklich um die Rettung Deiner Gefühle. Weil das erfüllte, emotionale Leben das steht Dir ja noch grade bevor, das hast Du ja noch gar nicht erlebt, das ist ja eine komplett neue Erfahrung, die Du da machen kannst. Jetzt ist es so, dass wir heute relativ viel besprochen haben. Das heißt, natürlich ist Dein System jetzt aufgewühlt. Also wunder Dich nicht, wenn Du jetzt emotionale Wallungen hast.


K: Ja, da ist schon viel, also ich fühl mich gut.


M: Und wenn Du das Bedürfnis hast, mit mir zu sprechen, dann mach das bitte auch und sieh das als Schritt an, Dich nicht in Dir zurück zu ziehen, sondern Dich emotional füllen und begleiten zu lassen.


K: Ich hab am Anfang, das hast Du ja auch angesprochen, gesagt, dass ich mich schäme und dass ich das Gefühl hab, ich weiß überhaupt nix, Du hast es ja gefühlt, oder wie auch immer, hast es jedenfalls ganz zutreffend formuliert. Und mir war auch nicht klar, mir war nicht bewusst, wieso man das nicht verstehen kann, wenn ich das so sag.


M: Jetzt kann ich es verstehen, aber vorher nicht. Aber jetzt kann ich es verstehen, und das ist für mich total wichtig, dass ich das jetzt verstehe. Aber deshalb, nimm es bitte in Anspruch. Ich würde mir wünschen, dass Du Dich öffnest auch dadurch, dass Du Dich nicht zurück ziehst..


K: Nein, das tue ich ja ganz bestimmt nicht, sonst würde ich ja schon längst nicht mehr hier sitzen. Wenn ich das Gefühl hätte, es tritt jemand unberechtigt in meine Kreise, dann hättest Du das schon längst erfahren. Es ist auch nicht so, dass ich mit irgendwelchen Gefühlen jetzt mauern würde oder so, irgendwas zurück halten würde.


M: Was ich sagen will ist, solltest Du die Tendenz haben, Dich bei intensiven Gesprächen oder Erfahrungen danach zurück zu ziehen, dann hat es was damit zu tun, dass Du kontrollierst, nicht das Bedürfnis anzumelden, ich möchte jetzt aber doch noch mal Kontakt haben, um was nach zu besprechen, weil Du Dir das verbietest, oder woran liegt das? Liegt es daran, dass Du das einfach verarbeitest, Du hast ja auch gesagt, Du bist so sehr im Eigenbrödler-Sein.


K: Ja. Also die Leere, also neu ist für mich, dass die Leere, die in mir ist, von Dir so als extrem erkannt wird. Also ich war immer positiv, oder bin mehr so, es wird vielleicht wieder was kommen, was Dich wieder trägt und für mich war es jetzt so, die neuen Ideen, die ich jetzt so hab. Das war nicht so, dass ich jetzt traurig war oder so, ganz im Gegenteil, ich hab im Moment eine Phase, Sonne, also Wetter ist gut, mein Befinden war gut, ich fühl mich wieder gut, also es geht mir in den letzten Wochen gut.


M: Aber Du hast trotzdem den Burn-Out.


K: Ja, das hat mich ja auch gewundert, das hat ja überhaupt nicht zusammen gepasst. Ich hab  mich immer gefragt, wieso schaffst Du dämlicher Lack das jetzt nicht, diese Dinge zu machen, die einfach jeden Tag an die Tür klopfen, jetzt machst Du sie, und das hättest Du schon längst erledigen müssen.


M: Aber versteh Dich doch jetzt auch mal selber. Und sei auch mal gütig zu Dir. Du hast keine Güte von außen erfahren, dann gib sie Dir doch selber wenigstens.  

     
K: Ja, das ist das Problem, genau das ist es.


M: Und man kann sich auch in Güte fallen lassen.


K: Irgendwer hat mal zu mir gesagt, Du musst achtsamer sein mit Dir selbst. Ich hab's zwar gehört aber eigentlich wusste ich nix damit anzufangen. Er, oder Sie war das damals, hat das auch nicht näher erläutert, aber ich konnte damit nix anfangen. Und jetzt komm ich langsam dahinter, was damit gemeint war, und Du sagst das ja auch, und ich bin auch schon todsauer mit mir geworden, gut jetzt bist du halt erschöpft, jetzt machst Du eben mal langsamer, aber ich hatte kein Instrument, daran zu arbeiten, damit ich mal irgendwann in absehbarer Zeit mal wieder zu meiner alten Kraft zurück komme.


M: Ne, Du bist ja noch gar nicht bei Deiner alten Kraft angekommen. Was Du hast, ist nur die äußere Kraft, aber nicht die innere.


K: Ja, ich hab ja null Erfahrung, wie sich das anfühlt.


M: Also Du musst eine Menge Aggressionspotential haben, sonst hättest Du das nicht meistern können. Das geht gar nicht anders, das ist die Quelle, wo..


K: Das kannst Du laut sagen, ich bin eine Adrenalinfabrik.


M: Ja, glaube ich. Aber Du bist ja eigentlich auch ein Herz-Mensch.


K: Ja, das weiß ich schon, das hab ich schon gefühlt, aber ich konnte damit nie umgehen. Also wenn ich nicht ich wäre, ich würde mich bewundern für die Dinge, die ich gemacht habe.


M: Aber Du bist noch nicht auf Deine Kosten gekommen. Und das ist das Schlimme, Du kommst ja gar nicht auf Deine Kosten. Und das, was Du machst, das erfüllt Dich ja letztendlich, am Ende dann doch nicht.


K: Das stimmt.


M: Aber wenn Du gefüllt bist, wenn Deine Seele gefüllt ist, dann wird Dich das endlich mal erfüllen, weißt Du, dann wirst Du ankommen.


K: Ich hab immer das Gefühl, ich laufe auf dem Grad zwischen Selbstmitleid und Egoismus. Ich hab das Gefühl, das steht mir gar nicht zu, mich so ernst zu nehmen, mich so wichtig zu nehmen...


M: Das hast Du ja eben gesagt, die Seele hat doch gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich wirklich leben will, oder mein Leben leben will. Das ist doch die Frage, weil sie nicht weiß, was auf sie zu kommt, ob sie das Recht hat und ob sie es machen soll. Das kannst Du alles lernen. Aus meiner Sicht steht Dein besseres Leben Dir eigentlich noch bevor. Gut. Ja, also was ich fragen wollte ist, ob das für Dich jetzt ein gutes Ergebnis ist, dieses Gespräch, und ob Du damit weiter machen kannst?


K: Ich will auf jeden Fall damit weiter machen, die Leere, ich, vielleicht ist es auch nur das Bild, was ich mir eben gemacht habe, irgendwie fühle ich, dass es so leer ist.


M: Also da geht die Post ab, da gibt es auch kein zurück mehr.


K: Ich hab keine Angst vor Turbulenzen. Wie wird das weiter gehen, muss ich einfach nur warten und gespannt sein, oder kannst Du was erzählen?


M: Wie es weiter gehen wird, das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass Du erstmal den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Ich muss Dich in die komplette Überforderung bringen, damit Dein System sich sprengt. Du wirst draußen und Dich nur noch beobachten, und sehen, was alles falsch ist. Also Du wirst eine sehr starke Bewusstseinsdehnung erfahren, es wird übrigens auch sehr spannend werden. Es ist nicht nur so, dass es belastend ist, sondern, dass es auch sehr spannend wird, weil Du plötzlich die Dinge siehst. Und dann kommt als nächstes die Phase der Reflektion, das steht aber alles in den Unterlagen, die ich Dir schicke. Und wie gesagt, je nachdem, wie schnell Du arbeitest, kann das innerhalb von 4-6 Wochen durch sein.


K:Also ich muss dann in mein Lebensbuch insgesamt das dann rein schreiben.


M: Genau.


K: Bin gespannt, was da zum Vorschein kommt. Also mich würde interessieren, woher beziehst Du die Informationen?


M: Das weiß ich nicht, aus der Quelle.


K: Du stellst Dich einfach da hin und nimmst mental Kontakt mit mir auf und..


M: Und Du sagst mir, ja, mach, geh rein. Dann gehe ich in Dein Unterbewusstsein. Wenn wir zusammen arbeiten, dann werde ich ja auch in die Identität Deines Vaters gehen und Deiner Mutter, das ist ja dasselbe, aber ich glaube es ist gar nicht so wichtig zu wissen, wie das geht, sondern dass es Dir am Ende besser geht.


K: Ja, das ist schon richtig, aber es interessiert mich halt.


M: Aber ich weiß es nicht, und ehrlich gesagt, das hab ich schon ad acta gelegt, Hauptsache es ist gut und sinnvoll. Es ist halt alles Energie und das drückt sich in Emotionalität aus.


K: Also jetzt kommt wieder der Verstand, der plötzlich sagt, der schon gelesen hat, dass alles, was mit Energie und mit Feldern zu tun hat, und dass sich beispielsweise Elektrizität und Magnetismus gegenseitig bedingen, oder beeinflussen, für diesen Bereich kann ich das nachvollziehen, das kann ich verstehen, das kann man messen. Aber wie soll das funktionieren, mit welcher Energie sind die Menschen umgeben, was kannst Du messen, oder aufnehmen?


M: Ja, ich nehme es auf.

K: Und bringst es in Worte.


M: So einfach.


K: Weil ist das jetzt ein Gefühl, was Du ausgedrückt hast, oder war das jetzt für Dich klar, oder war das Interpretation?


M: Nein, ich fühle Dich dann. Ich bin ja dann mit Dir identifiziert.


K: Und ich kann bestätigen, dass Du das Richtige gefühlt hast, nur wär ich selber nie dahin gekommen, dass ich jetzt gesagt hätte, meine Seele ist so leer, ich hätte das mal irgendwann so ganz, ganz entfernt wahrgenommen, aber hätte es nie so klar ausgedrückt.


M: Deshalb bist Du ja hier.


K: Das rüttelt ganz erheblich an meinem Weltbild.